
Nach der Kontrolle von Personal und Gerät beim Feuerwehr- und Sicherheitszentrum Villach erfolgte eine Einweisung der Teilnehmer:innen durch die Einsatz-/Übungsleitung. Gleich danach starteten die ersten Szenarien.
Von Freitagmittag bis Samstagabend fand die groß angelegte Landesübung AQUARIUS25 der Kärntner Wasserrettung statt. Neben rund 120 Einsatzkräften der Österreichischen Wasserrettung aus verschiedensten Einsatzstellen in Kärnten sowie Teams aus Tirol und Salzburg wirken auch Feuerwehr, Bergrettung, Rotes Kreuz, Samariterbund, Rettungshundebrigade, Bundesheer sowie KELAG mit. Insgesamt waren etwa 210 Personen an der Übung beteiligt. Dabei mussten sie unter realitätsnahen Bedingungen 20 unterschiedliche Einsatzszenarien bewältigen. Ziel war die praxisnahe Erprobung der Einsatzbereitschaft, Koordination, Durchführung und Zusammenarbeit mit anderen Organisationen im Katastrophenfall.
Strukturierter Übungsbeginn
Die Übung startete mit der fiktiven Einberufung des Krisenstabs samt Lagemeldung zur Ausgangssituation. Die Landeseinsatzleitung der ÖWR Kärnten versetzte ihre Kräfte in Bereitschaft und diese beim Feuerwehr- und Sicherheitszentrum Villach zusammen. Vor Ort wurde die Einsatzfähigkeit von Personal und Gerät kontrolliert und alle in die Abläufe der Übung eingewiesen. Im Hintergrund bereitete die Übungssteuerung die Einspielung der ersten Szenarien vor, von denen sonst niemand wusste.
Einsatzszenarien im Überblick (Auszug)
- Forstsee: Evakuierung nach fiktiver Notentleerung, Taucheinsatz bei angenommenem Ertrinkungsfall
- Treffner Schlucht: Rettung abgestürzter Personen gemeinsam mit der Bergrettung
- Fürnitz (Verschubbahnhof): Hochwassereinsatz durch Fließ-/Wildwasserretter an der Gail
- Ziegelteich – Seebach bei Villach: Vermisstensuche nach Sichtung treibender Personen
- Gail bei Müllnern: Kajakunfall mit mehreren Beteiligten
- Treffner Bach: Canyoningunfall mit verletztem Guide und eingeschlossener Gruppe
- Drauradweg: Radunfall mit Folgeeinsatz wegen einer Person im Wasser
- Grillplätze: Brandereignis mit vermissten Personen im Gailfluss
- Wasenboden (Drau): Bootsunfall mit alkoholisierten Personen
- Kraftwerk Schütt: Hochwasserszenario mit vermissten und verletzten Personen
- Langauen (Villach): Verkehrsunfall mit Personensuche und Fahrzeugbergung aus der Drau
- Worounitzabach: Absturz zweier Personen beim Fotografieren
- Arriach: Motorradunfall mit unklarer Lage, Verletzter in Bach
- Magdalensee: Vermisstensuche nach Fund von Kleidung am Strandbad
Öffentliche Schauübung und Pressestatement
Am Samstagvormittag fand am Silbersee eine öffentlich zugängliche Schauübung statt. Übungsannahme war ein Fahrzeug, das samt Insassen in den See gerollt war. Gemeinsam mit Feuerwehr, Rotem Kreuz, Samariterbund und Rettungshundebrigade wurde ein Rettungseinsatz demonstriert: Taucher suchten im Wasser nach den Verunglückten und dem Fahrzeug, Boote wurden eingesetzt, Suchhunde durchkämmten das Ufer und der Rettungsdienst versorgte die Patienten.
Zahlreiche Gäste, darunter Landesrat Ing. Daniel Fellner und Vizebürgermeisterin Mag. Gerda Sandriesser (Stadt Villach) sowie Vertreter und Führungskräfte der Kärntner Einsatzorganisationen, verfolgten die Übung vor Ort. Auch interessierte Besucher:innen und Kinder konnten die professionelle Zusammenarbeit der Einsatzkräfte hautnah miterleben.
Im Anschluss an die Schauübung gab ÖWR-Landesleiter Mag. Markus Bräuhaupt ein Pressestatement zur Übung AQUARIUS25 sowie zu den bisherigen Einsätzen der Wasserrettung im Jahr 2025. Dabei wurde die Bedeutung solcher Übungen für die Einsatzbereitschaft und die Zusammenarbeit unter den Organisationen hervorgehoben. Im heurigen Jahr konnten durch die Wasserrettung bereits über 400 Einsätze abgearbeitet werden, wobei 103 Personenrettungen zu verzeichnen waren. Insgesamt zeigt die Statistik im Vergleich zum Vorjahr etwas weniger Einsätze, was der geringen Anzahl schwerer unwetterbedingter Vorfälle geschuldet ist. Die absolvierten Einsätzen wiesen allerdings einen Anstieg in Größe und Komplexität auf.
Abschließend bleibt uns nur noch einmal groß „Danke“ zu sagen…
Besonderer Dank an die Hauptfeuerwache Villach für die Bereitstellung der Infrastruktur sowie allen beteiligten Organisationen (Landesfeuerwehrverband Kärnten | Rotes Kreuz Kärnten | Samariterbund Kärnten | Österreichische Rettungshundebrigade Landesgruppe Kärnten | Bergrettung Kärnten | Bundesheer | Österreichische Wasserrettung Osttirol | Österreichische Wasserrettung Landesverband Salzburg | Kelag Energie) – und ihren Unterorganisationen für die Mitarbeit, Teilnahme und Kooperation. Dankeschön an alle, die diese Übung ermöglicht bzw. unterstützt haben! Und natürlich ein Dank an all unsere Mitglieder, die mit viel Engagement daran teilgenommen haben.

Weitere Bilder folgen!

