Am Samstagabend alarmierte die Landesalarm- und Warnzentrale Kärnten die Einsatzkräfte, dass eine Person bei Maria Wörth ins Wasser gestützt und untergegangen sei. Umgehend nach dem Notruf wurde eine großangelegte Suchaktion eingeleitet, die bis spät in die Nacht andauerte und am nächsten Tag fortgesetzt wurde.

Der Unfall ereignete sich mehrere hunderte Meter vom Ufer von Maria Wörth entfernt in Richtung Seemitte. Ausgangspunkt war eine schwimmende Plattform. Ein 38-jähriger Mann aus der Steiermark stürzte von dieser in den Wörthersee. Der sofortige Versuch, durch die anderen an Bord befindlichen Personen, dem Mann mit einem Rettungsring zu helfen, misslang – er war nicht mehr zu sehen. Der Notruf wurde abgesetzt und die Rettungskette damit ausgelöst wurde.
Neben der ÖWR-Einsatzstelle Pörtschach wurde auch die ÖWR-Taucheinsatzgruppe „Mitte“ sowie die Feuerwehr zur Personensuche alarmiert. Nach Klärung der Lage vor Ort wurden Markierungsbojen gesetzt und die ersten Tauchtrupps begannen mit der Radialsuche. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten war von einer Einsatztiefe von etwa 40 Meter Tiefe auszugehen. In Folge von Zeugenaussagen und weiteren Erhebungen weitete man das Suchgebiet aus und teilte es in ein Raster ein. Die Österreichische Wasserrettung war mit 40 Einsatzkräften vor Ort, darunter 20 Einsatztaucher. Gegen Mitternacht wurde die Suche ergebnislos eingestellt. Insgesamt waren über 100 Personen an der großangelegten Suchaktion beteilitgt.



Gleich in den frühen Morgenstunden des 17. August erfolgte die Wiederaufnahme der Suche. Grundleinen zur Orientierung für die Tauchtrupps wurden ausgelegt und nach der Einsatzbesprechung gegen 7 Uhr folgten weitere Tauchgänge zur Suche nach dem 38-jährigen Vermissten. Anschließend suchte auch ein Tauchroborter der Feuerwehr das Gebiet ab. Zu Mittag wurde die Suchaktion leider ergebnislos durch die einsatzleitende Behörde abgebrochen.
Am Einsatz waren zahlreiche Feuerwehren, die Polizei inkl. Hubschrauber des Innenministerium, das Rote Kreuz, die ARA Flugrettung mit dem Rettungshubschrauber RK1, die Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt-Land und Einsatzkräfte bzw. -taucher der ÖWR-Einsatzstellen Pörtschach, Krumpendorf, Velden, Bad Saag, Klagenfurt, Faaker See, Klagenfurt, Sattendorf, Döbriach und Villach beteiligt. Der genaue Unfallhergang ist noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.



Aufgrund der weiteren Anordnung der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde wird die Suche am 18. August abends fortgesetzt. Dazu wird seitens der Wasserrettung technisches Equipment zum Einsatz gebracht, mit dem eine großflächige und effiziente Suche auch in größerer Einsatztiefe möglich ist. Unterstützung mit Personal und Gerät erfolgt durch den ÖWR-Landesverband Salzburg, Ortsstelle Salzburg-Stadt.

