Im Rahmen einer anspruchsvollen Übung wurde am Millstätter See die Suche nach einem vermissten Stand-Up-Paddler realitätsnah simuliert.
Zunächst führten Einsatztaucher eine Suche bis in Tiefen von rund 50 Metern durch, die jedoch ohne Ergebnis blieb. Anschließend wurde ein Tauchroboter (ROV) eingesetzt, mit dessen Hilfe die vermisste Person schließlich in einer Tiefe von über 80 Metern lokalisiert werden konnte.
Die Bergung erfolgte durch speziell ausgebildete Rebreather-Taucher unter Verwendung von Trimix. Dabei handelt es sich um ein spezielles Atemgasgemisch, welches aus Sauerstoff, Stickstoff und Helium besteht. Zur Absicherung des Einsatzes richteten Support-Taucher eine Dekompressionsstation ein und positionierten die notwendigen Bailout-Gase in den entsprechenden Tiefenbereichen.
An der Übung waren Einsatztaucher der ÖWR-Einsatzstellen Wolfsberg, Klopein, Döbriach und Spittal-Millstatt beteiligt. Die organisationsübergreifende Zusammenarbeit zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßiges Training, hohe Fachkompetenz und ein eingespieltes Team für die Bewältigung komplexer Einsatzszenarien sind.
Solche Tieftaucheinsätze erfordern höchste Disziplin, intensive Ausbildung sowie eine präzise Abstimmung aller eingesetzten Kräfte. Mit entsprechend spezialisierten Einsatztauchern und modernster Ausrüstung ist die Österreichische Wasserrettung die einzige Rettungsorganisation in Kärnten, die Bergungen aus Tiefen von bis zu 100 Metern durchführen kann.
Ein besonderer Dank gilt allen Teilnehmern für ihren engagierten und professionellen Einsatz sowie der Einsatzstelle Döbriach für die hervorragende Organisation und Unterstützung dieser Übung.








