Starke Unwetter zogen heute Nachmittag über Kärnten. Nahezu an allen – vor allem größeren – Seen musste die Wasserrettung ausrücken, um Personen aus ihrer Not zu retten.

Gegen 14:40 Uhr wurde am Weissensee eine Person gemeldet, die in Seenot geriet. In weiterer Folge wurden noch vier Personen gerettet und zwei SUPs und ein Kajak geborgen. Später war noch ein Schwimmer vermisst. Auch hier war die ÖWR Stockenboi unterstützt von der FF Weissensee im Einsatz. Der Fall löste sich aber in Wohlgefallen auf; die Person war bereits sicher an Land.

Auch am Millstätter See waren starke Sturmböen spürbar. Die ÖWR-Einsatzstellen Döbriach und Ferndorf rückten zur Sturmwarnfahrt aus. Hier war das Wetter besser vorhersehbar und die Badegäste hatten den See größtenteils verlassen.

Rund eine Stunde später traf die Unwetterfront auf den Villacher Raum. Am Faaker See und Ossiacher See mussten die Einsatzkräfte vermehrt ausrücken um zahlreiche Einsätze abzuarbeiten. Die ÖWR Sattendorf rettete drei Personen. Des Weiteren wurde eine Sachgüter und zwei Wasserfahrzeugbergungen verzeichnet. Auch die ÖWR Villach rückte aus. Mehrere Schwimmer, SUP-Fahrer und Personen waren zu retten. Insgesamt galt es sechs Einsätze abzuarbeiten. Auch die ÖWR Ossiach und die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren waren am Ossiacher See im Einsatz. Am Faaker See gerieten aufgrund des plötzlichen Unwetters zahlreiche Personen in Not. Die ÖWR Faaker See war mit beiden Rettungsmotorbooten im Einsatz und konnte 22 Personen aus Seenot retten. Unterstützt wurden sie von der Freiwillige Feuerwehr Drobollach inkl. Boot.

Später zog die Wetterfront weiter Richtung Wörthersee und Unterkärnten. Die ÖWR-Einsatzstellen Velden, Bad Saag, Pörtschach, Krumpendorf und Klagenfurt mussten ebenfalls mehrere Einsätze bewältigen. Am Keutschacher See wurde eine Person etwa 300 m vor dem Ufer gerettet. Am Klopeiner See wurden zahlreiche Personen auf die herannahende Unwettergefahr aufmerksam gemacht und zum Ufer begleitet. Zwei Schwimmer mussten gerettet und ein SUP geborgen werden.

Teilweise treten derartige Wetterbedingungen plötzlich auf, oft sind sie besser vorhersehbar. Bitte daher immer die Prognosen, das Wetter vor Ort und die Sturmwarneinrichtungen im Blick behalten. Bei drohenden Unwettern das Wasser verlassen bzw. nächstgelegene Ufer ansteuern und abwarten. Bei Gefahr auf sich aufmerksam machen und beobachtete Notfälle sofort via Notruf 130 melden.

Vielen Dank an alle Einsatzkräfte der Wasserrettung und die Freiwilligen Feuerwehren für die Abarbeitung der zahlreichen Einsätze im Laufe des nachmittags und die gute Zusammenarbeit!

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