Am Samstagabend stürzte ein 38-Jähriger von einer Plattform in den Wörthersee. Die intensive Suche in der Nacht sowie die Nachsuche am Folgetag brachten trotz großer Bemühungen durch die Einsatzkräfte kein Ergebnis. Am Montagabend folgte die Fortsetzung auf Anordnung der BH Klagenfurt-Land. Dazu kam auch spezielles Gerät zum Einsatz. Letzendlich konnte die Suche abgeschlossen und die Person geborgen werden.


Nachdem zwei Suchaktionen bei Maria Wörth kürzlich ergebnislos abgebrochen wurden, erfolgte am Montagabend (18.08.) die Fortsetzung. Die Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt-Land hat als zuständige und einsatzleitende Behörde die Österreichische Wasserrettung, Landesverband Kärnten, offiziell mit der Fortführung der Suche des seit Samstagnacht vermissten Mannes beauftragt. Um das Suchgebiet zu erweitern und effizient absuchen zu können, wurde spezielles Gerät zum Einsatz gebracht. Dazu zählte u.a. ein Schleppsonar der ÖWR Salzburg. Einsatztaucher befanden sich ebenfalls in Bereitschaft, um die mögliche Bergung vorzunehmen.
In den Abendstunden erreichte das im Jahr 2024 neu angeschaffte Spezialfahrzeug der ÖWR-Ortsstelle Salzburg-Stadt samt Boot den Wörthersee. Darin enthalten ist auch das Schleppsonar, welches bei der Suche zum Einsatz kam. Die Kollegen der Salzburger Wasserrettung verfügen neben dem Spezialequipment auch über entsprechende Erfahrung und fundiertes Wissen in der Bildanalyse und boten damit eine ausgezeichnete Unterstützung.
Bei mehreren Fahrten mit dem Schleppsonar im Suchgebiet erhärtete sich der Verdacht eines möglichen Fundes. An der markierten Stelle, zirka 370 Meter von der Schiffsanlegestelle Maria Wörth entfernt, gingen kurz nach Mitternacht vier Einsatztaucher der FF bzw. ÖWR Krumpendorf ins Wasser. In etwa 38 Meter Tiefe konnte sie die vermisste Person orten und anschließend an die Oberfläche bergen. Mit dem Einsatzboot wurde sie ans Ufer gebracht. Die weiteren Erhebungen werden von der Polizei bzw. den zuständigen Behörden geführt. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen!





Im Einsatz waren seitens der Wasserrettung 19 Mitglieder von den ÖWR-Einsatzstellen Pörtschach, Krumpendorf und Salzburg-Stadt sowie sechs Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Reifnitz und Krumpendorf und zwei Beamte der Polizeiinspektion Reifnitz. Gegen 1:30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Danke für die gute Zusammenarbeit unter allen beteiligten Kräften im Zuge des etwa dreitägigen Sucheinsatzes.

Schleppsonar: Im Rahmen dieses Suchverfahrens wird der Sonargeber etwa fünf Meter über dem Grund mit einem Datenkabel hinter dem Einsatzboot geschleppt. Die Bilder werden auf einem mobilen Bedienmonitor bzw. Laptop übertragen und können vor Ort / am Boot live analysiert werden. Weiters besteht die Möglichkeit, jene Punkte, die genauer abzuklären sind, mit GPS-Koordinaten zu versehen und aus anderer Perspektive bzw. mit anderen Methoden zu prüfen. Mit Hilfe des Schleppsonar-Verfahrens kann ein großes Suchgebiet effizient abgesucht werden. Eine genaue Analyse der gesuchten Objekte und die Bergung dieser erfolgt anschließend mittels Tauchroboter oder durch die Einsatztaucher.
Alle Fotos © ÖWR Kärnten; honorarfrei im Rahmen der ggst. Berichterstattung.

