Am Nachmittag des 31. Juli zog ein Unwetter von West nach Ost über Kärnten. Gegen 15:30 Uhr waren die ersten Böen am Faaker See spürbar. Wenig später frischte der Wind weiter auf und es kam teils zu gefährlichen Situationen am See. Die ÖWR Faaker musste zu mehreren Rettungseinsätzen ausrücken.
Die Sturmwarnleuchten wurden aktiviert, wenig später waren starke Sturmböen und hohe Wellen am See wahrnehmbar. Wegen des bis dahin tollen Badewetters waren noch zahlreiche Personen am See unterwegs. Durch die plötzlich auftretende Witterung gerieten viele in Not. Um 15:50 Uhr erfolgte die erste Alarmierung durch die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) Kärnten. Nördlich der Insel seien Personen wahrgenommen worden, die um Hilfe riefen. Sofort rückte ein Team der ÖWR Faaker See mit dem Rettungsmotorboot zum Einsatzort aus. Auch das zweite Wasserrettungsboot kam zum Einsatz, um die Vielzahl an gleichzeitigen Notfällen besser bewältigen zu können. Auch die FF Drobollach war samt Boot im Einsatz und unterstützte bei den Rettungsaktionen. In weiterer Folge wurden immer wieder Einsätze von LAWZ gemeldet, die allesamt abgearbeitet werden konnten. Später im Einsatzverlauf verschärften Starkregen und Gewitter noch die Situation.
Insgesamt konnten 22 (!) Personen am Faaker See aus akuter Not gerettet und wieder sicher an Land gebracht werden. Danke an alle Einsatzkräfte sowie unsere Kameraden von der FF Drobollach für die Unterstützung.
Teilweise treten derartige Wetterbedingungen plötzlich auf, oft sind sie besser vorhersehbar. Bitte daher immer die Prognosen, das Wetter vor Ort und die Sturmwarneinrichtungen im Blick behalten. Bei drohenden Unwettern das Wasser verlassen bzw. nächstgelegene Ufer ansteuern und abwarten. Bei Gefahr auf sich aufmerksam machen und beobachtete Notfälle sofort via Notruf 130 melden.

